Was wir glauben

Die Überzeugung, die wir teilen

Wir glauben, dass Gott die Liebe ist. Aus diesem Glauben ergeben sich rein logisch einige Konsequenzen. Wenn Gott die Liebe ist, hat er die Welt aus Liebe erschaffen. Er liebt seine Schöpfung und alle Geschöpfe in ihr. Der Mensch hat die Freiheit, diese Liebe anzunehmen oder sich von ihr abzukehren.

Gottes Liebe annehmen kann der Mensch dadurch, dass er ebenfalls liebt - und zwar Gott über allesLiebe und seinen Nächsten wie sich selbst. Beides gehört zusammen. Denn Gott, der den Nächsten liebt, will den Nächsten auch von uns geliebt wissen. Diese doppelte Liebe hat Jesus Christus uns vorgelebt.

Bei so viel Liebe könnte man schon die Befürchtung kriegen, das Ganze sei gefühlsduselig. Ist es aber nicht. Denn der Nächste, das sind nicht nur die paar Menschen, die wir gerne in unserer Nähe haben; das sind sogar auch unsere Feinde wie überhaupt alle anderen, mit denen wir die Schöpfung teilen. Hier also kommen die Tiere ins Spiel.

Wie können wir Tiere, gerade auch die weit von uns entfernten, als unsere Mitgeschöpfe lieben? Das können wir, indem wir ihren Platz in der Schöpfung und ihre Würde anerkennen. Das Anerkennen geschieht nicht nur in Worten, sondern auch und vor allem in Taten. Entsprechend haben wir unser Handeln zu hinterfragen.

Beim Fragen kommt ganz normales Alltagsverhalten auf den Prüfstand. Wie verträgt es sich mit der Würde der Tiere,

Geschöpf

wenn wir Fleisch essen, wann immer wir Lust darauf haben

wenn wir tierische Produkte billig und noch billiger kaufen

wenn wir die Augen verschließen vor dem Leid der Tiere

wenn wir Tiere schon gar nicht mehr als Geschöpfe wahrnehmen?

Wir Tiwis sehen da Unverträglichkeiten.
Wir denken, dass wir es besser machen müssen.
Wir glauben, dass Gottes Heil allen Geschöpfen zuteilwerden soll
und dass wir als Christinnen und Christen gefordert sind, daran mitzuwirken.