Wer wir sind

Die Tiwis stellen sich vor


Die Tiwis sind ein Kreis, der Kreise zieht:

Kreis

Der innere Zirkel, der alles Inhaltliche verantwortet, besteht aus fünf Personen. Hier sind sie:


Dr. Monika Hoffmann

Monika HoffmannMonika ist Tiwi der ersten Stunde. Für sie wurde das Mensch-Tier-Verhältnis in Frage gestellt, als sie mit drei Jahren eine Hausschlachtung miterlebte. Damit war ein Lebensthema gesetzt. Es sollte sich sowohl auf den Alltag auswirken als auch auf das Verhältnis zu Gott und der Welt. Im Glauben - Monika ist katholisch - entwickelte sich das Thema vom kindlichen Unverständnis des geschlachteten Lamms hin zu kritischen Fragen an die Kirche und schließlich zum Handeln als Tiwi.

Wer Tiwi ist, will Tiere um sich haben. Monika hat zwei katzische Mitbewohnerinnen: Lily Mirabilis und Lucy Knittelohr. Die beiden Findelkinder aus Freilingen sind über die Katzenhilfe Westerwald e. V. zu ihr gekommen.

Monika gehört zu der Kirchengemeinde St. Bonifatius in Wiesbaden. Sie arbeitet in der Erwachsenenbildung und als Autorin. Die jüngsten Ergebnisse sind Neuauflagen von Deutsch fürs Jurastudium (Schöningh) und Besser schreiben für Dummies (Wiley). Und jetzt ist es an der Zeit für das Allerwichtigste: ein Tiwis-Buch.


Ruth Kaiser

Ruth KaiserRuth hat die Tiwis mit aus der Taufe gehoben. Sie sind das Ergebnis einer langen vernunftmäßigen Auseinandersetzung mit dem Glauben und einer lebenslänglichen Liebe zu den Tieren.

Ruth lebt seit nunmehr 30 Jahren vegetarisch - seit sie die Not der vielen so genannten Nutztiere erkannt hat. Ein Thema, das sie besonders interessiert, ist das Sterben der Tiere. Sie hat das mehrfach erlebt bei Tieren in ihrer Obhut. Aber wie sieht es bei den Tieren in den Schlachthöfen aus, Schwarz und süßfür die der Tod in der Luft liegt und deren Leben willkürlich und gewaltsam beendet wird? Der Umgang mit diesen Tieren ist an sich schon schlimm genug, aus christlicher Sicht jedoch doppelt schlimm: Denn die Missachtung der Geschöpflichkeit ist auch eine Missachtung des Schöpfers.

Ruth und ihr Mann teilen das Haus mit zwei Katzen: Lupina und Hobbit. Lupinchen wurde im Westerwald abgegeben; Hobbit stammt aus dem Tierheim in Rüsselsheim.. Ruth ist außerdem stolze Hühnerpatin.

Ruth arbeitet für einen christlichen Bildungsträger. Durch ihre vielen Beratungsgespräche weiß sie, was die Menschen umtreibt und was dem Tierwohl im Wege steht. Ruth studiert berufsbegleitend Praktische Theologie an der Katholischen Hochschule Mainz. Ihre kirchliche Heimatgemeinde ist St. Andreas in Klein-Winternheim/Ober-Olm im Bistum Mainz.




Alexandra Cäsar

Alexandra CäsarFür Alex ist das immense Leid der Tiere schon immer ein sehr wichtiges Anliegen. Sie möchte den Menschen das Mitgefühl für unsere Mitgeschöpfe näher bringen.

Ihre Einstellung den Tieren gegenüber kann Alex nicht von ihrem Glauben trennen: "Die Liebe des Gottes, den ich verehre, kennt keine Grenzen - und sie schießt auch die Tiere nicht aus! Warum hätte er sonst empfindungs- und bindungsfähige Wesen erschaffen? Wie könnte er ihnen Würde, Liebe und Erlösung verweigern? Das passt nicht in mein Gottesbild."

Alex lebt seit Mitte der 80er Jahre vegetarisch. Eine ganz banale Erkenntnis war damals der Auslöser: "Mit einem Mal war mir klar: Wenn ich ein kleines Schwein statt eines Hundes hätte, dann hätte ich es genauso lieb wie den Hund." Konsequenterweise beschloss Alex damals zusammen mit ihrer Mutter, kein Fleisch mehr zu essen. Sie wollte auch nicht, dass andere Menschen für sie Tiere töteten. Nach kurzer Zeit zogen auch Schwester und Vater mit. Nach diesem affektiven Auslöser arbeitete Alex sich immer weiter in die Begründung zum Vegetarismus/Veganismus hinein: philosophisch, ethisch, ökologisch, psychologisch, gesundheitlich und auch theologisch. Die tiefe Auseinandersetzung mit dem Thema führte sie und ihren Mann 2012 zum veganen Leben. Ihre elfjährige Tochter lebt von Geburt an vegetarisch.

Zu Alex' Familie gehören auch einige Fellkinder: Greta und Hermann sind Vertreter des Hundsvolks, und die Katzenfraktion wird derzeit von Rübe im Haushalt vertreten. Das Haus steht aber immer offen für obdachlose Tiere.

Alex unterrichtet am Privaten Gymnasium der Zisterzienserabtei Marienstatt Französisch und Katholische Religion. Viel Zeit widmet sie der Arbeit in der Schulseelsorge.

In ihrer Heimatgemeinde Liebfrauen Westerburg engagiert sie sich im Pfarrgemeinderat, im Ortsausschuss, in der Firmvorbereitung, als Lektorin und ansonsten nach Bedarf.

Eins ist für Alex ganz klar: Es ist Zeit für die Menschen - und vor allem auch für Christen - sich an das Thema der maßlosen Ausbeutung der Tiere heranzutrauen. "Wenn uns Christen Worte wie Nächstenliebe, Gerechtigkeit und Solidarität etwas bedeuten, können wir hier nicht länger die Augen verschließen - und gerade an diesem Punkt sehe ich auch die Kirchen gefordert. Es ist an der Zeit, sich zu positionieren!"


Svenja Andrä

Svemja AndräSvenja ist in einer landwirtschaftlichen Familie aufgewachsen und hat schon als Kind mit den Tieren gelitten, wenn sie zum Schlachter transportiert wurden. Gleichzeitig weiß sie, was eine gut geführte Landwirtschaft leistet. Der Interessenkonflikt ist ihr durchaus bewusst. Die logische Konsequenz war für sie, auf Fleisch und Fisch zu verzichten, beim Konsum von tierischen Produkten auf die Haltungsbedingungen zu achten, tierversuchsfreie Kosmetik zu benutzen und auf Kunstleder auszuweichen.

Das Nachdenken über Mensch und Tier in einer gottgewollten Ordnung hat bei Svenja schon früh angefangen. Als sie dann vor einigen Jahren eher zufällig auf das Buch des Kapuzinermönchs Anton Rotzetter Streicheln, mästen, töten - warum wir mit Tieren anders umgehen müssen stieß, eröffnete sich ihr eine klare Sichtweise: Alle Tiere haben eine von Gott verliehene Würde, sie atmen den gleichen Odem wie wir, sie fühlen und leiden und lieben wie wir und Gott hat sie uns zur besonderen Fürsorge anvertraut.

Svenja hatte das Glück, Anton Rotzetter persönlich kennen zu lernen. Unter seiner Leitung unternahm sie eine Pilgerreise nach Assisi, wo der Heilige Franziskus lebte und wirkte. Dabei lernte sie viel über den Glauben, über sich, die Mitgeschöpflichkeit und die allumfassende Liebe Gottes. Mit Anton Rotzetter entstand eine tiefe Freundschaft; er hat Svenja sehr geprägt.

Ein Punkt, der gerne verdrängt und vergessen wird, liegt Svenja umso mehr am Herzen: Der unmäßige Fleischkonsum, wie er heute gang und gäbe ist, schadet nicht nur den Tieren, sondern auch den Menschen. Er ist mit verantwortlich für den Welthunger, der Tag für Tag Tausende Menschen dahinrafft, darunter viele Kinder.

Svenja glüht für ihre Überzeugungen und ist deshalb vielfach engagiert. Sie sitzt im Stadtparlament von Taunusstein. Sie macht mit bei der Gepa Arbeitsgruppe (Verkauf von Fair Trade Produkten) in ihrer Kirchengemeinde. Sie leitet einen Arbeitskreis zur Umweltenzyklika Laudato Si. Und immer wieder vermittelt sie Notfellchen für die Tierfreunde Taunusstein e.V.

Svenja hat einen tierischen Gefährten: Pferd Franz, benannt nach Franz von Assisi.


Werner Andrä

Werner AndräWerner ist in einer landwirtschaftlichen Familie aufgewachsen. Die Eltern waren Vollerwerbslandwirte mit einer bewirtschafteten Fläche von ca. 40 Hektar Wiesen und Ackerland.

Neben Kühen waren auch Schweine und Hühner als Nutztiere auf dem Hof und bildeten die finanzielle Lebensgrundlage. Die ganze Familie war involviert, die Tiere wurden gut behandelt; so war es nicht immer leicht, wenn der Transport zum Schlachter anstand.

Durch die ehrenamtliche Tätigkeit als Prädikant in der Evangelischen Kirche Hessen-Nassau mit dem Schwerpunkt im Dekanat Rheingau-Taunus hat sich bei Werner das Verhältnis zu den Tieren geändert, insbesondere die Wahrnehmung der unterschiedlichen Behandlung von Nutztieren und Haustieren.

Daher wurde für ihn die Grundlage der Lehre Jesu, die allumfassende "Goldene Regel", zum Leitbild:

"Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest" (Matthäus 7, 12)

In dieser "Goldenen Regel", die alle Religionen kennen, ist der Samaritergedanke zu erkennen, die Hilfe, die wir den Opfern von Gewalt und Unrecht schulden. Das schließt die Tiere unmöglich aus. Und wenn wir uns in die Lage von Schlacht- oder Versuchstieren versetzen und uns fragen, ob wir so behandelt werden möchten, dann ist die Antwort klar.

"Hier ist die Goldene Regel ein wirksames Mittel, um uns die moralische Situation der Tiere und unsere moralische Verpflichtung ihnen gegenüber zu veranschaulichen" (Helmut Kaplan, Philosoph).

Werners tierische Gefährtin, die Schäferhund-Dame Sanni, ist vor kurzem gestorben. (Vor Sanni sind schon vier weitere Schäferhunde mit Werner durchs Leben gegangen).



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